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Donnerstag, 01. Juli 2010, 12:30 MESZ
Hitze Ostasien 23.-30.06.2010 Abweichung vom Temperaturmittel in °C am 27.06. Quelle: wunderground |
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Während im Süden Chinas in Folge starker Regenfälle mehr als 350 Menschen ums Leben kamen (siehe Artikel), machten im Norden Chinas, sowie in Teilen Russlands und der Mongolei hohe Temperaturen den Menschen zu schaffen. Teilweise wurden neue Temperaturrekorde aufgestellt.
Wetterlage und Entwicklung Verantwortlich für die Hitzewelle war ein stabiles Hochdruckgebiet, welches sich über einen Zeitraum von mehr als einer Woche stationär über dem Nordosten Chinas, der Mongolei und dem Amurgebiet in Russland befand. Dieses Hochdruckgebiet bzw. der Rücken in der Höhe blockierten die westliche Strömung, so dass über einen langen Zeitraum bei wolkenlosem Himmel die Sonne ungehindert einstrahlen konnte. Sowohl die Temperaturen am Boden als auch in der Höhe (850 hPa) lagen bis zu 15 Grad über dem langjährigen Mittel. In Belogorsk erreichten die Temperaturen im Zuge dieser Hitzewelle Höchstwerte von 42,3 Grad. Dieses ist die jemals höchste gemessene Temperatur im asiatischen Teil Russlands. Der alte Rekord von 41,7 Grad wurde in der gleichen Stadt am 21. Juli 2004 erreicht. In der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar auf 1300 Metern Seehöhe stiegen die Temperaturen am 26. Juni auf 38,3 Grad; im Mittel betragen die Temperaturen im Juni hier 23 Grad. Unbestätigten Berichten zur Folge wurden in Yiwu in der Region Xinjiang 44,2 Grad Lufttemperatur gemessen, am Boden sollen es 72,4 Grad gewesen sein. Von den staatlichen Behörden wurden in den betroffenen Regionen Warnungen ausgegeben und dazu aufgerufen Arbeiten im Freien zu vermeiden. Mindestens drei Menschen kamen in Folge der Hitzewelle in Xinjiang ums Leben, 20 Personen wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Wetterwerte Jeweils höchste Temperaturen in China, Russland und Mongolei vom 25.-29.06. in °C Quelle: DWD
Text: JQ
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